So, nach einer Woche kommt mal wieder ein neuer Report...dieses Mal setze ich mich mit dem Spiel Infinite Space von Sega auseinander.
Wichtige Eckdaten:Titel: Infinite Space
Publisher: Sega
Erscheinungsdatum: 26.3.2010 (Europa)
USK: +12
Sprache: Englisch
Genre: RPG
Multiplayer: vorhanden
StoryDie Handlung spielt zu einer Zeit, in der die Menschheit den Weltraum für sich erobert hat, und so ist auch die Erde nur noch ein bewohnbarer Planet von vielen. Der Weltraum selbst dient als Sammelstelle für die verschiedenste Leute, unter anderem auch die sogenannten Zero-G-Dogs, ein anderes Wort für Weltraumpiraten.
Doch nicht jeder kommt in den Genuss, den Weltraum erforschen zu dürfen: der Protagonist des Spiels, ein Junge namens Yuri, lebt auf einen Planeten, der von einem Diktator und ehemaligen Zero-G-Dog regiert wird. Als oberste Regel gilt dort, das niemand aus der Bevölkerung in den Weltraum hinausziehen darf. Yuri hält dies nicht aus, und plant mit Hilfe eines Raumschiffes zu entkommen und nebenbei in den Weiten des Weltraums das Rätsel um ein bestimmtes Artefakt lösen, welches er erhalten hat. Legenden besagen, das der Besitzer dieses Artefakts das Universum neu gestalten kann...
Und dabei hat man jede Menge zu tun: die Story selbst wird mindestens 60 Stunden in Anspruch nehmen, 60 Stunden in denen man sich eine eigene Flotte aus Raumschiffen ausbaut, massenhaft neue Crewmitglieder rekrutieren kann etc. Der Weltraum ist unendlich, und auch das Spiel selbst hat jede Menge Möglichkeiten...
ScreenshotsAls Anmerkung, da es sehr schwer ist englische Screenshots zu dem Spiel zu finden, verwende ich hier teilweise Screenshots mit japanischer Sprache. Also kein Grund zur Verwirrung...

Auf dem oberen Screen wird die Leiste angezeigt, die man braucht um Kommandos durchzuführen (links auf dem Topscreen), am oberen Rand wird die Entfernung des eigenen Raumschiffes vom Gegner angezeigt (ist wichtig, da die einzelnen Kommandos unterschiedliche Reichweite haben), sowie am unteren Rand des Topscreens die Energie der eigenen Flotte.
Am Touchscreen werden Kommandos eingegeben, zB Ausweichen oder ein Sperrfeuer eröffnen.

Der Bildschirm direkt vor dem Kampf. Auf dem Touchscreen werden die Raumschiffe der gegnerischen Flotte angezeigt, der Fluchtbutton ist unten links.

Wenn dieser Screen erscheint, stellt man gerade seine Flotte zusammen. Auf dem Topscreen werden die Werte der einzelnen Raumschiffe angezeigt.

Hier kann man die einzelnen Raumschiffe mit zusätzlichen Dingen "tunen" zB indem man eine zusätzliche Kommandobrücke hinzufügt.

Der Statistikenbildschirm.

Die Weltkarte. Keine Angst, die wird im Spielverlauf noch viel größer...

Hier wird gerade die Besatzung für das Raumschiff zusammengestellt, man muss jedem Charakter allerdings einen Posten geben, der seinen Fähigkeiten entspricht (zB beim Radar oder beim Mechanikbereich einordnen).

Eine Storysequenz. Dem Mann auf dem Touchscreen wird man im Storyverlauf öfters begegnen...
SoundDer Sound ist ziemlich unauffällig, und es gibt nur wenig Melodien an die man sich längere Zeit erinnert. Nichtsdestotrotz ist der Sound ertragbar. Gleichzeitig wird während der Kämpfe das ganze Geschehen per Sprachausgabe kommentiert.
GameplayWenn man sich auf der Map befindet, hat man mehrere Möglichkeiten. Man kann zum einen verschiedenste Planeten ansteuern, um dort Aufträge anzunehmen, Blaupausen für Raumschiffe zu kaufen, neue Crewmitglieder zu rekrutieren oder aber einfach nur das Raumschiff in der Werft reparieren zu lassen. Wenn ihr zwischen den einzelnen Planeten hin- und herpendelt, kommt es des öfteren zu Zufallskämpfen. Im Grunde genommen muss man bei diesen alle Raumschiffe der gegnerischen Flotte ausschalten. Es stehen dabei unterschiedliche Möglichkeiten zur Vefügung: einfache Feuersalven, Sperrfeuer oder aber auch Spezialmanöver, die vom Commander oder Raumschiff abhängen. Gleichzeitig ist aber auch die Entfernung zum Gegner wichtig: je näher man dran ist, desto eher trifft man den Gegner (gilt aber auch andersrum für den Gegner), wenn man zu weit entfernt ist kann man unter Umständen einige Kommandos nicht nutzen. Wenn man außerdem direkt neben dem Gegner ist, kann man entern, wobei die eigene Crew gegen die gegnerische Crew kämpft. Hierbei gibt es 3 Aktionen, die nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip wirken, dh eine Aktion ist stark gegen die eine, aber schwach gegen die andere.
Durch die Kämpfe verdient man dann Geld, welches man in neue Raumschiffe investieren kann, Erfahrung, welche die Crewmitglieder erhalten, sowie sogenannte Ruhm-Punkte. Je höher dieser Punktwert ist, desto bessere Raumschiffe kann man sich besorgen, außerdem schließen sich einige Crewmitglieder erst dem Protagonisten an, wenn man einen hohen Ruhm-Punktwert hat.
Es gibt noch viel mehr zu experimentieren in diesem Spiel, dies aber alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
SonstigesFreunde von Sci-Fi-Filmen und/oder Games werden sich hier sofort wohlfühlen. Das Spiel selbst baut dabei eine ähnliche Atmosphäre des Unendlichen Weltraums auf wie zB Star Wars. Gleichzeitig ist dieses Spiel aber auch für solche einen Blick wert, die RPG's mit vielen Experimentiermöglichkeiten mögen. Das Spiel selbst hat eine etwas längere Einarbeitungszeit, sobald man diese aber hinter sich hat fällt es schwer, mit dem Spiel aufzuhören. Ein kleiner Nachteil vorweg: es gibt keinen Questlog, in dem ihr die Details eurer Aufträge nochmal anschauen könnt. Heißt also das ihr immer wieder zum Auftraggeber zurück müsst, sobald ihr mal Details vom Auftrag vergessen habt. Dadurch dass man außerdem im Spiel teilweise verschiedene Routen nehmen kann (ein kleines Beispiel: ein Bürgerkrieg ist in der benachbarten Galaxie ausgebrochen...unterstütze ich die Rebellen oder den Staat?), lohnt sich auch ein zweites Durchspielen noch einmal.
Pro & Contra+lange Spielzeit
+extrem viele Einstellungsmöglichkeiten
+hohe Motivation, das Spiel ein zweites Mal durchzuspielen
+ungewöhnliches, aber gleichzeitig durchdachtes Kampfsystem
+Sprachausgabe bei den Kämpfen
-englische Sprache, obwohl es in Deutschland erschienen ist
-kein Questlog
So, das war mein Bericht zu Infinite Space, es kann aber dennoch sein das ich später noch Details hinzufüge.